Treatment

Die Kinder von Auschwitz

Auschwitz aus neuer Sicht: verstreut auf der ganzen Welt leben Frauen und Männer, deren Lebenswege sie vor Jahrzehnten in Auschwitz als Kinder zusammenführte. Tragik, aber auch Lebensfreude und ein Stück Utopie zeigen sich in ihren einzigartigen Lebensgeschichten.
Ein Film - auch zum 50jährigen Gedenken an die Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 1945.
Was mag es für ein Kind bedeuten, die Vorstufen des Todes besser zu kennen als das Leben, nicht zu wissen, wer man ist. Die Häftlingsnummer, die am Unterarm oder Schenkel eingraviert wurde, die lebensbegleitend mitwächst, ist das einzige, das Auskunft über Erlebtes gibt, manchmal auch die eigene Erinnerung.
Zehntausende von Kindern kamen in den vier Auschwitz-Jahren ums Leben. Nur 180 Kinder und Neugeborene konnten in Auschwitz befreit werden.
Der Film zeichnet Porträts von Menschen, deren Leben von Auschwitz geprägt worden ist. Sie sind deutscher, polnischer,  russischer, norwegischer, französischer, ungarischer, tschechischer, griechischer und slowakischer Herkunft.
Heute leben sie in Jerusalem, Krakau, Oslo, Philadelphia, Dimona, London, Toulouse, Thessaloniki, Budapest, Prag, Yad Ranna und Hamburg, sind Rentner, Architekt, Zahnärztin, Bäcker, Hausfrau, Kaufmann, Germanistik-Professorin, Makler, Maler, Elektrotechniker, Rechtsanwältin, Kibbuz-Mitglieder ...

Der Film lässt uns teilhaben an der persönlichen Geschichte von 16 Männern und Frauen und wie sie mit der ständigen Erinnerung an Auschwitz leben. Sie tragen die Spuren des Erlittenen auf dem Leibe und in ihrer Seele. Sie müssen mit der Vergangenheit weiter leben, die für sie zur Realität wurde in einer Zeit, in der sie oft noch zu jung waren, um ihren Gefühlen Ausdruck verleihen zu können.

Die Kinder von Auschwitz - oder der Versuch, das Unbeschreibliche in einem Film festzuhalten:

 


Credits

  • Originaltitel
    Die Kinder von Auschwitz
  • Regie
    Alvin Meyer /Hartmut Kaminski
  • Kamera
    Dariusz Panas; Zbigniew Jakubowski; Vladimir Plicka
  • Musik
    Dror Feiler
  • Ton
    Danuta Zankowska; Jan Kalisz
  • Schnitt
    Grzyna Gradon
  • Aufnahmeleitung
    Hartmut Kaminski
  • Mitarbeit
    Ulla Gorges; Anne Huhn; Jörn Böhme
  • Sprecher
    Reinhart Firchow; Eva Garg; Bodo Primus
  • Produktionsleitung NDR
    Eva-Maria Wittke
  • Redaktion
    Hannelore Schäfer; Klaus Liebe
  • Archive

    WFD Filmarchiv, Warschau;
    Museum Auschwitz-Birkenau
    CIRCE-Film-Archiv, Düsseldorf;
  • Produktion
    Circe-Film, Düsseldorf;
    NDR / WDR;
    Telewizja Polska;
    Ceska Televize
  • Gefördert von
    Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste;
    IG Metall; IG Medien; Ev. Landeskirche Württemberg; Gewerkschaft Holz und Kunststoff; Deutsche Postgewerkschaft
  • Originalsprache
    Deutsch, Polnisch; Russisch; Englisch etc.
  • Erscheinungsjahr
    1995
  • Produktionsland
    Deutschland; Polen; Tschechien; Israel; Russland